Shetlandpony
Herkunft der Shetlandponys
Shetlandpony mit PfohlenDas Shetlandpony kommt ursprünglich, wie der Name verrät, von den Shetlandinseln, die sich gut 100 Kilometer nördöstlich von Schottland befinden.
Die Größe der Ponys, sie werden nur maximal 107 cm groß, wird auf das raue und schwiegrige Klima der Inseln zurückgeführt. Mit ihrer geringen Größe und ihrem gedrungenen Körperbau konnten sich die Shetlandponys am besten an die extrem ungünstigen Klima- und Bodenverhältnisse auf den Shetlandinseln anpassen.
Zum Beginn der Industralisierung in Großbritannien, als die Nachfrage nach Blei und Kohle rapide anstieg, stieg auch der Bedarf
an Grubenponys für die Kohlenbergwerke im Nordostenglands.
Das Shetlandpony erwies sich dabei als ideales Lasttier.
Der eigentliche Typ des Shetlanponys wurde dann seit Mitte des 19. Jahrhunderts gezielt durch den Marquis of Londonderry weitergezüchet. Die Ponys, die aus dieser Zucht hervorgingen bilden heute die Grundlage zahlreicher Reinzuchten. Erst mit Anfang des letzten Jahrhunderts begann dann auch die Verbreitung des Shetlandponys in Ländern wie den USA, Holland oder auch Deutschland.
Haltung von Shetlandponys
Aufgrund seiner Herkunft ist das Shetlandpony an harte und unbequeme Umgebung gewöhnt und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es bei seiner Haltung
sehr genügsam ist. Um die natürliche Robustheit der Shetlandpony zu erhalten, muss man auch hier in Deutschland gezogene Ponys von Anfang die Möglichkeit bieten, dass man ihren Ursprungsbedürfnissen
gerecht wird. Kurz um Licht, Luft und Bewegung gehören zu den Grundbedürfnissen eines jeden Shetlandponys.
Da es sich bei dem Shetlandpony ein Herdentier handelt, sollte man bei der Haltung bedenken, dass das Tier einen gesunden Herdenverband braucht, um sich artgerecht zu fühlen und gesund zu
entwickeln.
In einer solchen Pferdegesellschaft fühlt es sich erst recht wohl, wenn dabei die Möglichkeit einer Offenstallhaltung gegebenen sind. Aber auch Boxenhaltung mit der Möglichkeit ganzjährig auf die
Weide zu gehen ist eine brauchbare Alternative.
Shetlandponys wächst schon recht früh im Jahr ein richtiges Winterfell, wie wir es von Hunden und Katzen kennen. Dieses dickere Fell besteht aus mehreren Schichten, wie einer Fettschicht auf der
Haut, die gegen Nässe schützt, darüber liegt die wärmende Unterwolle und darüber die langen Haare, die bei Kälte so vom Körper abstehen, dass eine wärmende und isolierende Schicht bilden.
Aufgrund ihres anpassungsfähigen Fells ist das Shetlandpony sehr anpassungsfähig an unterschiedliche Witterungen. Daher reicht den Tieren meist auch ein eifacher Offenstall.
Bei der Fütterung sollte man darauf achten dem Shetty nicht zu viel Futter anzubieten. Hier gilt die Regel, weniger ist oft mehr. Der tägliche Weidegang auf nicht zu fetten Weiden
sollte Kraftfutter gegenüber bevorzugt werden. Im Winter sind gutes Heu und Möhren, sowie etwas Kraftfutter und nicht zu vergessen Mineralien sowie ein Leckstein für ein Shetlandpony
ideal.
Bei der Behufung ist es wichtig daran zu denken, dass, obwohl das Shetlandpony eher anspruchslos ist, die Hufe regelmäßig ungefähr alle acht bis zehn Wochen vom Hufschmied bearbeitet werden müssen.
Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Entwurmung der Shetlandponys.
Linktipps zu Shetlandponys
Hier folgen noch weitere Tipps zu Pferden und Ponys.
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Literaturtipps für Ponys:
Pferdekauf leicht gemacht
